EINER FÜR ALLE,
ALLE FÜR EINEN!

Eine großartige Idee wurde geboren!

WAS IST EIGENTLICH BAUSPAREN?

Eigentlich ist die Sache mit dem Bausparen ganz einfach. Einer für alle, alle für einen! So hatte es sich Georg Kropp, der Bauspar-Erfinder, vorgestellt.

Wenn beispielsweise ein Eigenheim 12.000 Reichsmark kostet, musste ein Einzelner 20 Jahre jeden Monat 50 Mark sparen, um es bauen zu können. Zahlen aber 20 Sparer dieselbe Summe ein, kann nach einem Jahr mit dem Bau eines Hauses begonnen werden. Wer der Glückliche dieser 20 ist, dessen Haus als erstes gebaut wird, darüber entschied Anfangs das Los.

Ein einfaches Prinzip.

Heute hängt die Baugeld-Zuteilung davon ab wie lange und wie viele Bausparer einzahlen. Natürlich sind die Angebote für das Bausparen heute vielfältiger. Es gibt unterschiedliche Tarife für Menschen in jedem Alter und in verschiedenen Lebenslagen, außerdem gibt es diverse Zulagen vom Staat. Während der letzten 90 Jahre wurde die Bauspartechnik immer weiter verfeinert.

Gestern wie heute: So funktioniert Bausparen!

„Und da ist nun die Wohnnot, die uns gewaltsam auf den Weg drängt, der zu gehen ist. Wir müssen heraus aus der vernichtenden Atmosphäre der Großstadt, müssen den Einzelnen frei machen aus sklavischen Mietverhältnissen, müssen dem einzelnen dazu helfen, dass er ein Stück eigenen Bodens unter den Füßen und ein Dach über dem Haupt hat.“

Georg Kropp – Aus Armut zum Wohlstand

Das Lied des Wüstenroters erzählt von der erfüllten Vision

VOM SUPPENTOPF ZUR MATHEMATISCHEN FORMEL: ANFÄNGE DES BAUSPARENS

Armut und Wohnungsnot, vor allem in Großstädten, waren in Deutschland eine der Folgen des Ersten Weltkrieges. Die Anzahl der wohnungslosen Menschen nahm zu, viele Menschen konnten ihre Miete nicht mehr bezahlen und mussten ihre Wohnungen räumen. In der Weimarer Republik hatte fast eine halbe Million Menschen keine eigene Unterkunft.

Als frommer Christ mit stark ausgeprägter sozialer Verantwortung setzte sich Georg Kropp Zeit seines Lebens für seine weniger privilegierten Mitmenschen ein. Kropp machte es zu seiner Lebensaufgabe, den Menschen zu eigenem Grund und Boden zu verhelfen. Bereits 1912 schlug er dem Guttempler-Orden vor, seinen Mitgliedern durch Zwecksparen den Bau von Eigenheimen zu ermöglichen. Sein Antrag stieß jedoch auf Ablehnung.

GEORG KROPP –
DER ERFINDER DES BAUSPARENS

Georg Kropp wird im pommerschen Swinemünde geboren. Er ist das fünfte Kind des Segelschiffkapitäns Carl Kropp und dessen Frau Pauline.

Sobald er alt genug ist, nimmt Carl Kropp seinen Sohn regelmäßig zu Nord- und Ostseefahrten mit. Es ist der Wunsch der Familie, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten und Seefahrer werden soll. Sein Traum ist es, später auch Kapitän zu werden.

Kropps Vater ist mit seinem Dreimaster „Lessing“ auf dem Weg nach Kopenhagen. Durch einen schweren Sturm strandet das Schiff und wird so stark beschädigt, dass es nicht mehr geborgen werden kann.

Dadurch ist Carl Kropp gezwungen, die Schifffahrt aufzugeben und wird selbstständiger Drogist. Georg wäre gerne Lehrer oder Missionar geworden, muss aber in die Fußstapfen des Vaters treten, absolviert erfolgreich eine Lehre als Drogist und hilft im väterlichen Betrieb.

Nach dem Tod seines Vaters zieht Kropp mit seiner Familie ins badische Mannheim, um dort eine eigene Drogerie zu eröffnen.

Trotz der Entwicklung eigener pharmazeutischer Produkte wie die „Creme Kropp“ oder „Kropp`s Zahnwatte“, bleibt der erhoffte Erfolg jedoch aus. Deshalb betätigt sich Kropp als Vertreter eines Pharmazie-Unternehmens und vertreibt in ganz Deutschland ein Nahrungsergänzungsmittel für stillende Mütter.

Als bekennender und praktizierender Alkohol-Gegner engagiert sich Kropp beim deutschen Guttempler-Orden, einer Gemeinschaft alkoholfrei lebender Menschen.

Auf einer Großversammlung des Ordens stellte Kropp bereits 1912 einen Antrag, durch Zwecksparen Guttemplern den Bau eines Eigenheims bzw. den Platz in einem Altenheim zu ermöglichen. Damals fand seine Idee jedoch kaum einen Anhänger.

Schon vor Kriegsbeginn entdeckt Kropp sein schriftstellerisches Talent. So war er zum Beispiel als Werbetexter für Reklameschriften tätig. Auch in anderen Bereichen erschienen von ihm teilweise sehr auflagenstarke Publikationen:

• Merkbuch für die junge Mutter
• Der Pilz- und Kräuterfreund
• Deutsche Kriegs-Chronik des großen Völkerkampfes

Außerdem verfasste er zahlreiche Gedichte.
Kropps älteste Tochter und seine Ehefrau sterben 1917 an den Folgen des Krieges. Der alleinerziehende Vater zieht mit seinen beiden Kindern Lotte und Martin nach Heilbronn, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzt.

Kropp veröffentlicht sein bedeutendstes Werk „Aus Armut zum Wohlstand“, in dem er seine Idee des eigenheim-orientierten Zwecksparens der Öffentlichkeit darlegt.

In seinem Buch beschreibt er zahlreiche Lösungsvorschläge zu zeitgenössischen Problemen und verfolgt auch bodenreformerische Ansichten. Das Beste kommt zum Schluss – seine Bausparidee findet sich im letzten Kapitel des Werkes.

Nach dem Weltkrieg zog Kropp dank der Ersparnisse seiner zweiten Frau, Pauline Burk aus Hessigheim, nach Wüstenrot, wo er sein größtes Lebenswerk, die erste Bausparkasse Deutschlands gründete.

Kropps größte Leistung in der Gründungsphase der ersten Bausparkasse GdF lag auf dem Gebiet der Werbung. Er verfasste Prospekte, schrieb Zeitungsartikel und korrespondierte mit den Bausparern; dass der Name des kleinen Dorfes Wüstenrot bald überregional bekannt wurde, war in erster Linie sein Verdienst.

GEORG KROPP –
DER ERFINDER DES BAUSPARENS

Georg Kropp wird im pommerschen Swinemünde geboren. Er ist das fünfte Kind des Segelschiffkapitäns Carl Kropp und dessen Frau Pauline.

Sobald er alt genug ist, nimmt Carl Kropp seinen Sohn regelmäßig zu Nord- und Ostseefahrten mit. Es ist der Wunsch der Familie, dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten und Seefahrer werden soll. Sein Traum ist es, später auch Kapitän zu werden.

Kropps Vater ist mit seinem Dreimaster „Lessing“ auf dem Weg nach Kopenhagen. Durch einen schweren Sturm strandet das Schiff und wird so stark beschädigt, dass es nicht mehr geborgen werden kann.

Dadurch ist Carl Kropp gezwungen, die Schifffahrt aufzugeben und wird selbstständiger Drogist. Georg wäre gerne Lehrer oder Missionar geworden, muss aber in die Fußstapfen des Vaters treten, absolviert erfolgreich eine Lehre als Drogist und hilft im väterlichen Betrieb.

Nach dem Tod seines Vaters zieht Kropp mit seiner Familie ins badische Mannheim, um dort eine eigene Drogerie zu eröffnen.

Trotz der Entwicklung eigener pharmazeutischer Produkte wie die „Creme Kropp“ oder „Kropp`s Zahnwatte“, bleibt der erhoffte Erfolg jedoch aus. Deshalb betätigt sich Kropp als Vertreter eines Pharmazie-Unternehmens und vertreibt in ganz Deutschland ein Nahrungsergänzungsmittel für stillende Mütter.

Als bekennender und praktizierender Alkohol-Gegner engagiert sich Kropp beim deutschen Guttempler-Orden, einer Gemeinschaft alkoholfrei lebender Menschen.

Auf einer Großversammlung des Ordens stellte Kropp bereits 1912 einen Antrag, durch Zwecksparen Guttemplern den Bau eines Eigenheims bzw. den Platz in einem Altenheim zu ermöglichen. Damals fand seine Idee jedoch kaum einen Anhänger.


Schon vor Kriegsbeginn entdeckt Kropp sein schriftstellerisches Talent. So war er zum Beispiel als Werbetexter für Reklameschriften tätig. Auch in anderen Bereichen erschienen von ihm teilweise sehr auflagenstarke Publikationen:

• Merkbuch für die junge Mutter
• Der Pilz- und Kräuterfreund
• Deutsche Kriegs-Chronik des großen Völkerkampfes

Außerdem verfasste er zahlreiche Gedichte.
Kropps älteste Tochter und seine Ehefrau sterben 1917 an den Folgen des Krieges. Der alleinerziehende Vater zieht mit seinen beiden Kindern Lotte und Martin nach Heilbronn, wo er seine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzt.

Kropp veröffentlicht sein bedeutendstes Werk „Aus Armut zum Wohlstand“, in dem er seine Idee des eigenheim-orientierten Zwecksparens der Öffentlichkeit darlegt.

In seinem Buch beschreibt er zahlreiche Lösungsvorschläge zu zeitgenössischen Problemen und verfolgt auch bodenreformerische Ansichten. Das Beste kommt zum Schluss – seine Bausparidee findet sich im letzten Kapitel des Werkes.

Nach dem Weltkrieg zog Kropp dank der Ersparnisse seiner zweiten Frau, Pauline Burk aus Hessigheim, nach Wüstenrot, wo er sein größtes Lebenswerk, die erste Bausparkasse Deutschlands gründete.

Kropps größte Leistung in der Gründungsphase der ersten Bausparkasse GdF lag auf dem Gebiet der Werbung. Er verfasste Prospekte, schrieb Zeitungsartikel und korrespondierte mit den Bausparern; dass der Name des kleinen Dorfes Wüstenrot bald überregional bekannt wurde, war in erster Linie sein Verdienst.

WERKE NICHT WORTE, TATEN NICHT TINTE.

Kropp war Zeit seines Lebens ein aktiver Weltverbesserer: Als methodistischer Laienprediger lautete seine Devise: Werke nicht Worte, Taten nicht Tinte.

Wie ein Missionar, der er ursprünglich auch einmal werden wollte, reiste er im Lande herum, um in Reden und Gesprächen für das Bausparen, für seine „Gemeinschaft der Freunde“, Anhänger zu gewinnen. Sein rhetorisches Talent und sein selbstbewusstes Auftreten faszinierten.

Ein anderes, für ihn sehr wichtiges Aktionsfeld, war die Abstinenzlerbewegung. Als bekennender und praktizierender Alkohol-Gegner engagierte er sich beim deutschen Guttempler-Orden, einer Gemeinschaft alkoholfrei lebender Menschen. Über den ersten großen Vortrag im Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart berichtete einer seiner Zuhörer: „Er sprach glänzend und hinreißend. Auch hier sprang er mitten im Vortrag … zur größten Begeisterung der zahlreichen Anwesenden ohne Anlauf auf den vor ihm stehenden Tisch, um zu zeigen, dass man auch ohne Alkohol und Nikotin ein ganzer Kerl sein kann …“

Kropp bei der Grundsteinlegung des ersten Bausparerhauses

Der GDF-Marsch wurde für die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde komponiert.

BERÜHMTE BAUSPARER

Dass auch unter den Prominenten sehr viele Bausparer sind, dürfte die wenigsten überraschen.

Mitte der 90er Jahre gab es bei der Bausparkasse GdF Wüstenrot noch einen älteren Bestand an so genannten Prominentenakten. Die 248 Akten hebten sich durch die purpurrote Farbe ihrer Aktendeckel optisch von den übrigen, andersfarbigen Kreditakten ab.

Prof. Dr. Theodor Heuss, erster deutscher Bundespräsident, erfüllte sich 1958 mit drei Bausparverträgen der GdF Wüstenrot seinen Traum von den eigenen vier Wänden.

„Heussens Häusle“ ist heute eine sehenswerte Gedenkstätte auf dem Stuttgarter Killesberg.

Die Kontakte zur ersten deutschen Bausparkasse und seinem damaligen Generaldirektor Dr. Hermann Schuon waren so gut, dass der Bundespräsident am 29. August 1954 das Ludwigsburger Unternehmen unter großem Anteil der Öffentlichkeit besuchte. 

Für ein großformatiges Ölgemälde des bedeutenden Künstlers Carl Obenland (1908-2008) (Wüstenrot Leihgabe in der Städtischen Kunstsammlung Murrhardt), das in der GdF einen Ehrenplatz erhalten sollte, hat der erste Mann im Staate sogar über mehrere Monate geduldig Modell gesessen. Beim GdF-Besuch des Bundespräsidenten wurde das Kunstwerk feierlich enthüllt und Theodor Heuss trug sich anschließend ins Goldene Buch der GdF ein. Zur Erinnerung an diesen „Staatsakt“ erhielt er ein Album mit zahlreichen Fotos vom Wüstenrot-Chef Dr. Schuon überreicht, der sich natürlich von diesem historischen Wüstenrot-Tag ebenfalls ein Foto-Album anfertigen ließ.

Berühmter Arzt, Schriftsteller und sozialistischer Politiker. Während des ersten Weltkriegs immigrierte er in die UdSSR. Bekannt wurden in der DDR auch seine Söhne Konrad und Markus.

In den 1960er- und 1970er-Jahren war der Frankfurter Zoodirektor durch seine beliebte Fernsehsendung Ein Platz für Tiere sehr bekannt.

Bekannter Manager und Wirtschaftsfunktionär. Ab 1973 Arbeitgeberpräsident und Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. 1977 ermordet von der RAF. 

Nuklear- und Atomphysiker. 1961 erhielt den Nobelpreis für seine Forschung über die Resonanzabsorption der Gammastrahlung, auch bekannt als Mößbauer-Effekt.

Rundfunk- und Fernsehmoderator, Entertainer und Schauspieler, der besonders als Moderator der Fernsehsendung Wetten, dass..? bekannt ist.

Ehemaliger deutscher Fußballspieler auf der Position des Stürmers, der während seiner aktiven Karriere unter anderem für den FC Bayern München und Inter Mailand spielte. Kunde der Leonberger Bausparkasse, die 2001 in die Wüstenrot Bausparkasse überging.

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1. Mai bis 30. September
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Adresse

Bauspar-Museum Wüstenrot
Haller Straße 3
71543 Wüstenrot

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Sie erreichen das Bauspar-Museum über die Autobahnen A81 und A6, Ausfahrt Heilbronn/Untergruppenbach bzw. Bretzfeld

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Fax.: 49 7141 – 16-83641
bauspar-museum@wuestenrot.de