BESONDERE EXPONATE

Diese Ausstellungsstücke haben Bauspar-Geschichte geschrieben.

HIER GIBT ES VIEL ZU ENTDECKEN

Im Gründungshaus der ersten Bausparkasse Deutschlands sind die unterschiedlichsten Exponate zum Thema Bausparen ausgestellt. Entdecken Sie hier einen Teil der Highlights, welche Sie bei uns erwarten.

AUF KLEINSTEM RAUM ENSTEHT ETWAS GROSSES

Das erste Büro der GdF

Als erstes Büro der Bausparkasse GdF diente das Wohnzimmer der Familie Kropp. Nachdem der Erfolg des Konzepts „Bausparen“ kaum mehr aufzuhalten war, bestand Georg Kropps wichtigste Aufgabe als „geschäftsführender“ Vorstand darin, eine Verwaltungsorganisation aufzubauen, um mit der lawinenartig ansteigenden Flut der Posteingänge fertig zu werden und eine Buchhaltung einzurichten.

Die Arbeit konnte alleine nicht mehr bewältigt werden und die ersten Mitarbeiter wurden eingestellt. Einer von ihnen berichtete: „In einer kleinen Wohnung, die einschließlich der Küche aus drei Räumen bestand und der Familie Kropp zur Wohnung diente, wurde gegessen, gearbeitet und geschlafen. Bald arbeiteten in dem einzigen Wohnraum acht Personen. An unserem gemeinsamen Mittagstisch … war der Humor gerade so wie der Hunger zu Gaste.“

Cherchez la femme oder der zustimmende Ehemann

Hauskaufvertrag durch Familie Kropp

Im Zuge der Sanierung und Restaurierung des Gründungshauses der GdF 1995, wurde auch die Bau- und Hausgeschichte recherchiert.

Interessant war der Zeitpunkt, wann die Doppelhaushälfte in den Besitz von Georg Kropp kam. Ein kurzes Telefonat bei dem zuständigen Bezirksnotar brachte Klarheit. Am 15. Januar 1921 war die Auflassung.

Der originale Kaufvertrag konnte erworben werden und das geschichtsträchtige Dokument ging als Ausstellungsgegenstand in die Sammlung des Bauspar-Museums.

Aus dem Vertrag ging jedoch nicht nur das Kaufdatum und die Kaufsumme (14.000 Mark) hervor, sondern auch, dass Pauline Kropp, Georgs zweite Ehefrau, das Geld mitbrachte und somit die Erwerberin der Immobilie war.

Georg Kropp, der Bausparkassengründer, war als „zustimmender Ehemann“ nur Mitunterzeichner des Kaufvertrages, da Ehefrauen zu der Zeit nicht voll verfügungsberechtigt waren.

Cherchez la femme oder der zustimmende Ehemann

Hauskaufvertrag durch Familie Kropp

Im Zuge der Sanierung und Restaurierung des Gründungshauses der GdF 1995, wurde auch die Bau- und Hausgeschichte recherchiert.

Interessant war der Zeitpunkt, wann die Doppelhaushälfte in den Besitz von Georg Kropp kam. Ein kurzes Telefonat bei dem zuständigen Bezirksnotar brachte Klarheit. Am 15. Januar 1921 war die Auflassung.

Der originale Kaufvertrag konnte erworben werden und das geschichtsträchtige Dokument ging als Ausstellungsgegenstand in die Sammlung des Bauspar-Museums.

Aus dem Vertrag ging jedoch nicht nur das Kaufdatum und die Kaufsumme (14.000 Mark) hervor, sondern auch, dass Pauline Kropp, Georgs zweite Ehefrau, das Geld mitbrachte und somit die Erwerberin der Immobilie war.

Georg Kropp, der Bausparkassengründer, war als „zustimmender Ehemann“ nur Mitunterzeichner des Kaufvertrages, da Ehefrauen zu der Zeit nicht voll verfügungsberechtigt waren.

Der erste Bausparvertrag in Deutschland

Johannes Rau – der erste Bausparer

Erstaunlich, nicht wahr? Der erste deutsche Bausparer war kein anderer als Johannes Rau. Wer nun aber glaubt, der achte deutsche Bundespräsident hätte seine Unterschrift unter den Bausparvertrag gesetzt, der irrt. Denn ein Bahnhofsvorstand aus Heidenheim an der Brenz trug zufällig den gleichen Namen und ging damit ebenfalls in die Geschichte ein.

Interessant ist jedoch, dass der Bundespräsident Johannes Rau schon in den 50er Jahren Gast des Kropp-Häuschens in der Haller Str. 3 war. Dies hat folgenden Grund: Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich in dem Gebäude der christlich ausgerichtete Kurt-Reith-Verlag. Von 1954 bis 1967 war Johannes Rau Geschäftsführer des kirchlich geprägten Wuppertaler Jugenddienst-Verlages und besuchte in dieser Funktion seinen Kollegen und Verlagsinhaber Kurt Reith in Wüstenrot.

Die originale Schreibmaschine von Georg Kropp

Eine Bauspar-Reliquie mit Echtheits-Zertifikat

1930 kam es zum Zerwürfnis Georg Kropps mit der Bausparkasse. Kropp war über den Umzug der GdF von Wüstenrot nach Ludwigsburg alles andere als begeistert.

So blieb er in Wüstenrot zurück und schmollte über die dem Gründungsort untreu gewordene Geschäftsführung. Da man nicht ganz friedlich und eher überhastet auseinander ging, blieben einige Gegenstände bei den Kropps, welche jedoch Firmenbesitz darstellten.

So verhielt es sich auch mit einer Continental Schreibmaschine, auf der Georg Kropp seine Korrespondenz abwickelte. Zu der Zeit stellte eine Schreibmaschine einen beträchtlichen Wert dar, und so mahnte die GdF das teure Stück an. Der Entwurf dieses Mahnschreibens vom 8. Oktober 1930 fand sich 1995 noch in den Unterlagen der Bausparkasse:

„Sehr geehrter Herr Kropp! Sie erhielten seinerzeit eine Continental-Schreibmaschine (Nr. 373 845) zu Ihrer Benützung. Wir bitten Sie, uns diese Maschine wieder zurückzustellen. Mit vorzüglicher Hochachtung…“

Kropp reagierte anscheinend nicht darauf, und so kam es, dass dieses alte feinmechanische Stück aus den späten 20er Jahren alle Modernisierungsstürme überdauerte und 1996 im Bausparmuseum landete.

Die originale Schreibmaschine von Georg Kropp

Eine Bauspar-Reliquie mit Echtheits-Zertifikat

1930 kam es zum Zerwürfnis Georg Kropps mit der Bausparkasse. Kropp war über den Umzug der GdF von Wüstenrot nach Ludwigsburg alles andere als begeistert.

So blieb er in Wüstenrot zurück und schmollte über die dem Gründungsort untreu gewordene Geschäftsführung. Da man nicht ganz friedlich und eher überhastet auseinander ging, blieben einige Gegenstände bei den Kropps, welche jedoch Firmenbesitz darstellten.

So verhielt es sich auch mit einer Continental Schreibmaschine, auf der Georg Kropp seine Korrespondenz abwickelte. Zu der Zeit stellte eine Schreibmaschine einen beträchtlichen Wert dar, und so mahnte die GdF das teure Stück an. Der Entwurf dieses Mahnschreibens vom 8. Oktober 1930 fand sich 1995 noch in den Unterlagen der Bausparkasse:

„Sehr geehrter Herr Kropp! Sie erhielten seinerzeit eine Continental-Schreibmaschine (Nr. 373 845) zu Ihrer Benützung. Wir bitten Sie, uns diese Maschine wieder zurückzustellen. Mit vorzüglicher Hochachtung…“

Kropp reagierte anscheinend nicht darauf, und so kam es, dass dieses alte feinmechanische Stück aus den späten 20er Jahren alle Modernisierungsstürme überdauerte und 1996 im Bausparmuseum landete.

Bausparkassen-Poster mit Kunstwert

Bitte wenden!

In der grafischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart befindet sich ein farbiges Poster mit dem typischen GdF Symbol – das Sparhäuschen – und der Aufschrift „JEDER FAMILIE EIN EIGENHEIM“.

Die von dem Stuttgarter Künstler Trueb signierte Lithographie war 1991 sogar Exponat der Ausstellung „Das goldene Zeitalter“ im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart.

Es war also davon auszugehen, dass sich auch in Ludwigsburg im Archiv der Bausparkasse mindestens ein solches Exemplar in sicherer Aufbewahrung befindet! Doch so leicht gestaltete sich die Suche nach dem Poster nicht. Schließlich tauchte es in einem Aktenbündel tatsächlich auf. Es war jedoch dreimal gefaltet und dazuhin am Rand beschnitten. Aber immerhin wurde diese nicht unbedeutende Werbegrafik so vor dem gänzlichen Untergang bewahrt. Oder lag es vielleicht daran, dass man 1930 für die handschriftliche Darstellung eines Bilanzvergleichs mit der Bausparkasse Hamburg (B.H.), einem kleinen, aber ziemlich aggressiven Mitbewerber der Bausparkasse GdF, die weiße, unbedruckte Rückseite des Plakates als Schreibfläche gebraucht hat?

Mobile Modellhäuschen

Ein begehrtes Wüstenrot Werbeobjekt

Nach dem Krieg hatte die GdF Wüstenrot eine tolle Werbeidee: ein zusammenlegbares, dreidimensionales Modellhäuschen.

In einer Holzkiste verstaut, konnte es in zwei bis drei Minuten für eine Haus-Modellschau vom Wüstenrot-Vertreter aufgestellt werden. Ein absolutes Novum zu dieser Zeit, auf das Wüstenrot ein Patent hatte.

Damals war die Mobilität der Bausparinteressenten noch sehr gering, die wenigsten hatten die Möglichkeit in die Beratungsstelle zu kommen. Daher fuhr der Außendienst – oftmals mit einem Kleinwagen oder einem Moped mit Anhänger – übers Land zu seiner Kundschaft.

Da die Häuschen im zusammengelegten Zustand nicht viel Platz beanspruchten und mehrere Haustypen in eine Kiste passten, waren sie ein ideales Werbemittel jener Zeit.

Doch nach 20 Jahren Einsatz der mobilen Modellhäuschen hatte sich nicht nur der Baugeschmack der Bevölkerung verändert, auch die Mobilität der Bevölkerung wuchs zunehmend. Das Werbemittel war somit nicht mehr zeitgemäß und wurde durch fest zusammengeklebte Häuschen aus Plastik ersetzt, welche in den Schaufenstern ausgestellt wurden und auch genauere Baudetails zuließen.

Heute sind nur noch fünf Exemplare der zusammenklappbaren Holzhäuschen bekannt. Zwei besitzt das „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn, ein weiteres das Stuttgarter „Haus der Geschichte Baden-Württembergs“. Zwei wurden zu Besucherlieblingen des Bauspar-Museums in Wüstenrot.

Mobile Modellhäuschen

Ein begehrtes Wüstenrot Werbeobjekt

Nach dem Krieg hatte die GdF Wüstenrot eine tolle Werbeidee: ein zusammenlegbares, dreidimensionales Modellhäuschen.

In einer Holzkiste verstaut, konnte es in zwei bis drei Minuten für eine Haus-Modellschau vom Wüstenrot-Vertreter aufgestellt werden. Ein absolutes Novum zu dieser Zeit, auf das Wüstenrot ein Patent hatte.

Damals war die Mobilität der Bausparinteressenten noch sehr gering, die wenigsten hatten die Möglichkeit in die Beratungsstelle zu kommen. Daher fuhr der Außendienst – oftmals mit einem Kleinwagen oder einem Moped mit Anhänger – übers Land zu seiner Kundschaft.

Da die Häuschen im zusammengelegten Zustand nicht viel Platz beanspruchten und mehrere Haustypen in eine Kiste passten, waren sie ein ideales Werbemittel jener Zeit.

Doch nach 20 Jahren Einsatz der mobilen Modellhäuschen hatte sich nicht nur der Baugeschmack der Bevölkerung verändert, auch die Mobilität der Bevölkerung wuchs zunehmend. Das Werbemittel war somit nicht mehr zeitgemäß und wurde durch fest zusammengeklebte Häuschen aus Plastik ersetzt, welche in den Schaufenstern ausgestellt wurden und auch genauere Baudetails zuließen.

Heute sind nur noch fünf Exemplare der zusammenklappbaren Holzhäuschen bekannt. Zwei besitzt das „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Bonn, ein weiteres das Stuttgarter „Haus der Geschichte Baden-Württembergs“. Zwei wurden zu Besucherlieblingen des Bauspar-Museums in Wüstenrot.

KONTAKT

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Gerne organisieren wir kostenlose Führungen für Unternehmen, Vereine oder Schulklassen.

Öffnungszeiten

1. Mai bis 30. September
Sonntags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Exklusive Führungen außerhalb der Öffnungszeiten

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Adresse

Bauspar-Museum Wüstenrot
Haller Straße 3
71543 Wüstenrot

Anfahrt

Sie erreichen das Bauspar-Museum über die Autobahnen A81 und A6, Ausfahrt Heilbronn/Untergruppenbach bzw. Bretzfeld

Anfahrt mit Google Maps

Kontakt

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Tel.: +49 171 – 765 93 94
Fax.: 49 7141 – 16-83641
bauspar-museum@wuestenrot.de